2021-03-21 13:36:50

Mathematik Abel-Preis für Beiträge zur theoretischen Informatik verliehen

Für ihr Engagement im Bereich theoretische Informatik erhalten zwei Mathematiker eine der höchsten Auszeichnungen aus dem Feld der Mathematik. Dieses Jahr können sich der aus Ungarn stammende László Lovász (Eötvös-Loránd-Universität, Budapest) sowie der israelische Forscher Avi Wigderson (Princeton, USA) über die Auszeichnung freuen. 

Gewinner beziehen ihre Ergebnisse in den Bereich der modernen Mathematik ein 

Zur Begründung hieß es von der Jury, die in Oslo sitzt, die beiden Mathematiker hätten "fundamentale Beiträge zum Verständnis von Zufälligkeit bei der Berechnung auf Computern und in der Erforschung der Grenzen effizienter Berechnungsmethoden" erarbeitet und eine führende Rolle bei der Einbeziehung deren Ergebnisse in zentrale Bereiche der modernen Mathematik eingenommen. Das Gebiet der “Theoretischen Informatik” beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Computern. 

László Lovász wurde 1948 in Budapest geboren und gilt als Teil einer goldenen Generation ungarischer Mathematiker. Zusammen mit Arjen Lenstra und Hendrik Lenstra entwickelte Lovász den sogenannten LLL-Algorithmus. Dieser wird z. B. von Kryptoanalytikern genutzt, um die Sicherheit von Verschlüsselungstechnik zu überprüfen. Er gilt auch als mögliche Basis für Verschlüsselungssysteme, die einem Angriff von Quantencomputern aushalten könnten. Der LLL-Algorithmus sei aber nur einer von Lovász' vielen "visionären Beiträgen", hob die Jury hervor. Der Mathematiker lehrt als Professor an der Budapester Eötvös-Loránd-Universität.

Der 1956 im israelischen Haifa geborene Avi Wigderson wird für "umfassende und tiefgreifende Beiträge zu allen Aspekten der Komplexität der Informatik" geehrt. Dabei geht es etwa um Algorithmen, die Zufallszahlen erzeugen.

Wissenswertes über den wichtigsten Preis der Mathematik

Der Abel-Preis (nach Niels Henrik Abel) wird seit 2003 jährlich durch die Norwegische Akademie der Wissenschaften als internationale Auszeichnung für außergewöhnliche wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Mathematik verliehen. Der Preis ist mit rund 600.000 Euro dotiert. In seiner Bedeutung ist der Abel-Preis mit dem Nobelpreis vergleichbar, der für das Forschungsfeld der Mathematik nicht verliehen wird.

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