2021-01-21 14:40:47

Versicherer suchen Nachwuchs aus der Mathematik

Die Mathematik ist ein wichtiger Bereich der Versicherungen. Daher sind die Versicherer auf Mathematiker angewiesen, doch offene Stellen sind häufig schwer zu besetzen, da das passende Personal fehlt. Dabei bereitet nicht nur die Konkurrenz von IT-Unternehmen der Branche Kopfzerbrechen.

Rund 3.000 Mathematiker werden gesucht

Mathematiker sind Mangelware auf dem Arbeitsmarkt. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Guido Bader sei es nicht einfach offene Stellen zu besetzen. Laut seinen Schätzungen bestehe aktuell ein Bedarf an 2.000 bis 3.000 Mathematikern in der Versicherungsbranche. Diese werden auch als Aktuare bezeichnet. 

Bader fürchtet, dass sich das Problem der mangelnden Fachkräfte aus dem Bereich Mathematik aus zwei Gründen in der Zukunft sogar verschärfen wird. Zum einen durch die wachsende Konkurrenz um qualifizierte Mathematiker vor allem durch IT-Unternehmen. Zum anderen seien die Zahlen von Studierenden in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) rückläufig, während gleichzeitig der Bedarf an Aktuaren jedoch steige. 

Weniger Studienanfänger in Mathematik und Wirtschaftsmathematik 

Eine Umfrage der Deutschen Aktuarvereinigung unter den zwölf größten Hochschulen im Bereich Versicherungs- und Finanzmathematik verdeutlicht dies. Denn demnach verzeichneten zehn Einrichtungen in den vergangenen fünf Jahren sinkende Zahlen bei Studienanfängern im Fach Mathematik und Wirtschaftsmathematik. Die Rückgänge lagen zwischen 13 % und 52 %. Eine Verbesserung der Lage sei nicht in Sicht, denn die Mehrheit der befragten Lehrenden erwartet in den kommenden Jahren leicht rückläufige Anfängerzahlen oder mindestens eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau. Dagegen werde der Bedarf an Aktuaren aber eher steigen, sagte Bader. Daher sei es von großer Bedeutung, junge Menschen für Mathematik zu begeistern. Dazu müsse das Engagement für MINT-Fächer an Schulen ausgebaut werden. 

Das Mathematik-Studium kann sich lohnen. Dies zeigt vor allem auch das verhältnismäßig hohe Anfangsgehalt eines Mathematikers mit einem Masterabschluss. Dieses liegt bei Erstversicherern durchschnittlich bei 50.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr. Die Ausbildung zum Aktuar erfolgt berufsbegleitend bei der Deutschen Aktuarvereinigung.

Mathematik studieren lohnt sich – sehr gute Berufsaussichten für Mathematiker

Nicht nur in der Versicherungsbranche werden Mathematiker händeringend gesucht. Auch in anderen Bereichen haben Absolventen aus den Bereichen Mathematik bzw. Wirtschaftsmathematik sehr gute Chancen. Dazu gehören z. B.:

  • Unternehmensberatung
  • Wissenschaft und Lehre
  • Forschung und Entwicklung
  • Software- und Telekommunikationsunternehmen

Die Karriereaussichten für Mathematiker sind demnach sehr gut. Wie wir gesehen haben, gibt es einen Mangel an Fachkräften aus den MINT-Fächern, zu denen auch Mathematik gehört.  Und der Bedarf an Mathematikern wird in den nächsten Jahren vermutlich weiter steigen. Nach erfolgreichem Berufseinstieg können Absolventen meist schnell Aufgaben im Management übernehmen und z. B. zum Team- oder Abteilungsleiter aufsteigen. Auch wenn der Bachelor ein berufsqualifizierender Abschluss ist, empfiehlt sich für Mathematiker ein anschließendes Master-Studium. Viele Unternehmen bevorzugen insbesondere bei Mathematikern Absolventen mit Masterabschluss. 

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