2021-06-08 19:09:46

Mathematik bringt das Gehirn in Schwung

Vielen Schüler:innen und Studierende, die den Begriff Mathematik hören, treibt es den Schweiß auf die Stirn. Das Fach Mathe gilt bei vielen immer noch als Angstfach. Dabei sollten sich mehr Menschen mit Zahlen und Co. beschäftigen, denn wie eine aktuelle britische Studie (externer Link) herausfand, bringt die Beschäftigung mit Mathematik die grauen Zellen in Schwung und hinterlässt sichtbare Spuren im Gehirn.

Die Studie bezieht sich auf das britische Bildungssystem. Dort können Schüler:innen nämlich entscheiden, ob diese die letzten zwei Jahre bis zum Abitur noch das Fach Mathematik wählen oder sich lieber auf andere Fächer konzentrieren wollen. Wie sich diese Wahl auf die spätere geistige Entwicklung auswirkt, haben die Wissenschaftler der University of Oxford im Rahmen einer Studie unter 82 Schüler:innen im Alter von 16 bis 18 Jahren untersucht. Das zentrale Ergebnis: Die Studie zeigt, dass die zwei Jahre, in denen Mathematik gewählt oder nicht gewählt wurde, einen Unterschied erkennbar machen. Ob sich die Schüler:innen mit Formeln und logischen Problemen beschäftigt haben, lässt sich mit entsprechenden Methoden sogar an den Hirnwindungen ablesen. 

Kenntnisse in Mathematik machen sich auch in anderen Bereichen bemerkbar

Ausschlaggebende Region des Gehirns ist der Frontallappen. Dies ist eine Hirnregion, die die höhere geistigen Tätigkeiten steuert. Dazu gehört z. B. das logische Denken, Lernen sowie Gedächtnisbildung. In dieser Region hatten die Schüler:innen aus der Gruppe der Mathematik mehr Moleküle des Neurotransmitters GABA. Dieses gibt über die Entwicklung und Plastizität des Gehirns Auskunft.

Bemerkenswert ist es, dass die Schüler:innen der Mathematik-Gruppe nicht nur bei Matheaufgaben erfolgreich waren. Ähnlich sah es nämlich auch bei den psychologischen Tests aus. Auch hier schnitten die Schüler:innen aus der Mathematikgruppe bei dem Großteil der Aufgaben besser ab.

Hier stellt sich nun die Frage nach der Ursache und Wirkung. Haben sich die Unterrichtsstunden dem Gehirn eingeprägt? Oder ist die Affinität für Mathematik bloß eine Folge bereits bestehender Unterschiede? Auch hierauf liefert die Studie eine Antwort. Denn die im Rahmen dieser durchgeführten Untersuchungen wurden getroffen, bevor sich die Schüler:innen für oder gegen Mathematik entscheiden mussten. Zu diesem Zeitpunkt war die Neurochemie bei allen sehr ähnlich, die Unterschiede machten sich erst später bemerkbar. Es lässt sich demnach sagen, dass es die Mathematik ist, die zur Veränderung des Gehirns beiträgt. Die Forscher konnten sogar anhand der GABA-Konzentration voraussagen, wie gut die Probanden 19 Monate später bei einem Mathematiktest abschneiden würden.

Forscher wollen Schüler von der Mathe-Angst befreien

Nach der Ursache nach den Unterschieden wurden auch der Wohlstand, Bildung oder der familiäre Hintergrund  in Betracht gezogen. Diese schiede aber aus, da die Schüler:innen alle aus einer ähnlichen sozialen Schicht oder sogar aus der gleichen Schule kamen. 

Interessant ist zudem, dass die Ergebnisse nur für Mathematik gelten. Die Forscher haben im Rahmen ihrer Studie auch andere Schulfächer untersucht und keine ähnlichen Zusammenhänge entdeckt. Warum dies so ist, bleibt unklar. Frühere Studien zeigen zudem, dass Kenntnisse in Mathematik sich in vielen Bereichen positiv auswirken. Beispielsweise wurde festgestellt, dass Menschen, die über mathematische Kenntnisse verfügen, im Laufe der Karriere höheres Einkommen erzielen und – statistisch gesehen – auch länger gesund bleiben. 

Demnach müssten Schüler:innen in Mathematik gefördert werden. Insbesondere, da Mathematik immer noch als Angstfach gilt und sowohl bei vielen Kindern als auch Erwachsenen unbeliebt ist. Wie man junge Menschen von ihrer Angst befreien und ihre Lust am logischen Denken wecken kann, wollen die Forscher in ihrer nächsten Studie untersuchen. 

Die oben genannte Studie zeigt, dass mathematische Kenntnisse nicht nur in der Schule, sondern auch darüber hinaus vorteilhaft sind und die grauen Zellen wieder anregt. Leider haben viele Schüler:innen und Studierende immer noch Angst vor dem Fach Mathe und trauen sich hier nicht viel zu. Dabei kann es so einfach sein: Wenn man einmal den Aufbau der Matheaufgaben verstanden hat, ist es meist kein Problem, ähnliche Aufgaben nach dem gleichen Muster zu lösen. Wir von Mathelöser setzen hier an und wollen helfen, Mathe zu verstehen. Sende uns deine Matheaufgaben und wir senden dir die Lösungen dieser mit ausführlichen Lösungsweg wieder zurück. Muss es einmal schnell gehen, dann nutze dazu unseren Service Aufgaben hochladen oder löse die Aufgaben mithilfe unserer kostenfreien Online-Rechner.

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